ausexperimentiert – vorläufig!

liebe leserinnen, liebe leser,

heute geht es um ein lebensbegleitendes thema: DIE SUCHE NACH DER PERFEKTEN CREME.

nicht lachen – ich kenne fast niemanden, der sich nicht zumindest phasenweise in seinem leben, auf diese unsägliche suche begeben hat. manche finden dann tatsächlich etwas oder vieles, von dem sie glauben, dass es jugend, ein strahlen oder sonst was in/auf/unter ihre haut zaubert. männer und frauen erliegen dieser treibjagd. ich habe da phasenweise mitgesucht. das ist lange her und begleitet von den seltsamsten ideen, gedanken und erlebnissen. ex-freund k. zum beispiel, wollte und hat auch ganz fest (vielleicht bis heute?) an die wirksamkeit seiner 370-€-tagescreme geglaubt. anna k., die ich in mailand vor fast 20 jahren auf einem job kennengelerent habe, hat laut eigenen angaben ein ganzes einfamilienhaus in ihre tages- und nachtpflege, bzw. gesichtsreinigungsprodukte investiert – gut, das ergebnis war für eine 50-jährige frau ansehnlich, ich glaube das hatte aber eher mit ihrem mehr als soliden lebensstil und den genetischen geschenken zu tun. bei meinem jetzigen wissen über inhaltsstoffe und deren zusammenstellung von handelsüblichen cremen, verwundert es mich, dass anna k. überhaupt noch haut im gesicht hatte, bei den produkten, die sie sich minutiös jahrzehntelang  in das gesicht eingearbeitet hat. letztes beipsiel: s. aus o. war felsenfest davon überzeugt, dass eine bestimmte (nicht ganz günstige) anti-cellulite-creme ihre mini-augenfalten wegradieren konnte. ich habe s. seit 15 jahren nicht gesehen. wünsche ihr aber nach wie vor viel glück – generell.

weiters freut es mich, dass internationale schauspielerinnen lukrative werbeverträge mit beauty-konzernen haben und: „ich bin es mir wert…“ und andere eigenartigkeiten dafür in die kamera hauchen. ob sie selbst die beworbenen produkte überhaupt in ihrem badezimmerkästchen haben und verwenden? das sei ohnehin dahingestellt. sehr gut erinnere ich mich an ein shooting vor langer zeit, als ich als model für einen beauty-konzern und dessen neue dekorative kosmetiklinie gebucht wurde. wir, ein blondes model und ich als dunkelhaariges pendant, wurden am set mit allem geschminkt, was es am beauty-markt gut und teuer zu erstehen gab – nur die produkte, die beworben wurden, die habe ich an den drei shooting-tagen nicht gesehen…

was ich damit sagen will, der mensch ist gerne bereit sich an die eigenartigsten versprechen zu klammern, da nehme ich mich selbst nicht aus. gesichtspflege ist anscheinend die spitze dieses beauty-eisbergs. mein fazit: eincremen ist gut, hinterfragen ist besser.

genau aus diesem grund habe ich versucht mich mal detox-mäßig dem thema „cremen“ zu widmen. körpercremen lasse ich ja aus, bis auf kokosöl – ich habe darüber am blog geschrieben. das hat sich bewährt. gesunde körperhaut fettet selbst rück, schon nach einiger zeit, wenn man ganz milde (natur)seifen verwendet und auf duschgels etc. verzichtet. weniger ist mehr. echt.

aber wie ist mit gesichtscreme? ich habe gelesen, recherchiert und gefunden:

  • der zustand der haut ist eine komplexe sache. es gibt hauttypen – die aber wiederum haben nichts/sehr wenig mit dem aktuellen hautzustand und ergo den aktuellen bedürfnissen zu tun, das müsste man ständig beurteilen lassen und spezifisch behandeln.
  • hautalterung ist nicht aufzuhalten! hinauszögern geht aber, vielfältigst: mit gezielter ernährung, positiven gedanken, langsamem kauen (!) also allem was gesichtsübungen entspricht: entspannungsübungen, spaziergängen, durchblutungsfördernden maßnahmen (ja, auch sex), sauertsoffzufuhr auch mittels waldspaziergang ist sicher gut für die haut, die körperhaltung spielt eine wichtige rolle, das alles kann man selbst relativ einfach mit wenigen übungen, täglich ausgeführt über jahrzehnte massiv positiv beeinflussen – ich kenne da ganz erstaunliche menschen, die wundervolle, inspirierende vorbilder in diese richtung sind – die gibt es in eurer umgebung sicher auch!
  • natürlich spielt es eine rolle, was ich vererbt bekommen habe, ob ich tabletten nehmen muss, ob ich rauche/trinke/ins solarium gehe/umwelteinflüsse/auch banale dinge sind relevant: ob ich die augen permanent zusammenkneife oder generell ein unentspannter mensch bin – das wird sich früher oder später im gesicht abzeichnen.
  • bis zu einem gewissen grad ist es so einfach. wären da nicht die phasen, in denen man/frau einfach mehr pflege braucht/will. an diesem punkt bin ich vor drei monaten wieder mal angelangt. ich schlafe seit eineinhalb jahren, sagen wir so: anders als vorher. nana-livy wacht noch immer alle drei stunden auf und will trinken – dabei ist ihr verständlicherweise völlig egal, wie mich das am nächsten tag aussehen lässt, meinen kunden aber nicht. dank meiner detox-regionalen-saisonalen-obst-gemüse-kein-zucker-ernährung habe ich das ziemlich gut im griff. zur klarstellung: es geht hier nicht darum einen miss-schönheitspreis zu ergattern – ich möchte einfach nicht unnötig enorm mitgenommen aussehen. und da war ich wieder – auf der suche nach der creme. die selbst-herum-experimentiererei ist gut und wichtig, aber aus mir wird in diesem leben vielleicht noch sehr viel, nur sicher keine natur-kosmetik-marke-made-at-home-herstellerin. der zug ist abgefahren. aber ich habe jetzt einen vorteil: mit fast 40 jahren und dem ganzen detox-recherche-wissen bin ich ausgeschlafener, zumindest was die inhaltsstoffe und werbeversprechen betrifft und daher könnt‘ ihr euch vorstellen wie sehr ich mich über folgendes gefreut habe, als ich im laufe der recherche plötzlich folgendes las: weniger ist mehr – auch bei der gesichtspflege.

drei männer. eine creme. ein zaubertuch.

ich habe das gleich nochmal gelesen – „weniger ist mehr auch bei der gesichtspflege“. und ich habe weiter gelesen: wie sich herausstellte, war ich auf der seite eines familienunternehmens gelandet. beyer und söhne. herr beyer senior hat jahrzehnte lange erfahrung als apotheker. genau dieses wissen hat ihn dazu inspiriert cremen zu entwickeln, die die beste versorgung (nach akuellem stand der forschung und was das zusammenspiel der inhaltsstoffe betrifft) für die gesichtshaut garantieren. denn er habe, so ist es auf der informativen homepage der beyers zu lesen, kein einziges produkt am markt gefunden, das er für gut und wirksam befinden würde. noch dazu hat hartmut beyer zwanzig jahre lang auf hohem niveau selbst experimentiert – mit tagescremen. gestestet hat er die frischekosmetik ohne konservierungsstoffe an sich selbst und seiner gesamten familie. das ergebnis lässt sich sehen – sowohl herr beyer senior, als auch seine beiden söhne robby und nico machen einen frischen eindruck. das trio widmet sich sympathisch, transparent und mit esprit der eigene pflegelinie, sowie deren präsentation und verkauf.

kein schickimicki getue. was mich angesprochen hat, ist der sehr offene stil des beyer’schen familienunternehmens. die homepage ist übersichtlich, es werden unangenehme fragen von postern beantwortet, inhaltsstoffe und wirkungsmöglichkeiten werden genau erklärt und die preisgestaltung wird offen angesprochen. ihr findet bei interesse alles auf der homepage. und natürlich ist auch zu lesen, was alles nicht in die cremen hinein kommt: keine minereralöle, keine silikone, keine farb- und duftstoffe, keine emulgatoren, etc. also das hat mich interessiert und ich habe drei monate lang die tagescreme+ für normale haut tagsüber und die tagescreme+ für trockene haut nachts getestet (preis jeweils 39,90€) – hier meine gedanken dazu:

  1. ich will keine chemiekeule, weder im gesicht, noch sonst wo. bzw. möchte ich wenn, dann die inhaltsstoffe genau erklärt bekommen und als laie verstehen, was warum eingesetzt wird. tierversuche lehne ich ab, genauso wie marktschreierei und allheilversprechen – genau das lassen auch hartmut, nico und robby von beyer und söhne aus.
  2. meine treffen mit einer engagierten global 2000 pressesprecherin kann und will ich nicht mehr vergessen. lydia hat mich in gesprächen verstärkt für hormonell wirksame kosmetik sensibilisiert und mich auf gefahren hingewiesen – auf die auswirkungen, die komsetika auf uns, unser umfeld und die natur haben. dazu gibt es eine gute app: tox fox – dabei könnt ihr handelsübliche kosmetika durchleuchten und bekommt sofort bescheid, ob das jeweilige produkt dahingehend schädlich ist. mir ist es nicht egal, was in meiner kosmetik drinnen ist!
  3. immer wieder habe ich gelesen, dass wenn die pflegespirale erst einmal losgeht, dieselbe nur abwärts gehen kann. also wer beginnt, hat quasi schon verloren, denn er/sie wird einfach nur immer mehr brauchen, dafür sorgen alkohol, parfum, etc. in den ganzen kosmetikartikeln.
  4. genau das sprechen beyer und söhne an und hartmut beyer sieht genau hier den handlungsbedarf und setzt mit seinen produkten da an: weniger ist mehr und die zusammensetzung der inhaltsstoffe/also zum beispiel das verhältnis von glycerin und dem chemisch verwandte pentylene glycol sei enorm wichtig, dass die haut nicht austrockne…das wird sehr gut auch in den postings erklärt und macht für mich sinn.
  5. drei monate später sage ich euch – ich bestelle wieder. die haut sieht definitiv besser aus, ich war extrem sparsam mit den produkten und habe sonst nichts verwendet, das ist denke ich auch bei allem ein wichtiger zugang – zu viel raufzupappen bringt absolut nichts!
  6. außerdem habe ich die mikrofasertücher+ für mich entdeckt – sie werden angeblich mit silberionen von beyer und söhne hegestellt – gut, dazu kann ich nichts sagen, vielleicht habt ihr da ja input und erfahrungen für mich, inwiefern das was bringen kann. fakt ist – dieses simple abschminktuch (siehe foto oben/es liegt unter den cremen von beyer), gebe ich nicht mehr her.  es hat mir schon seit monaten kopfzerbrechen bereitet, wie ich am besten, einfachsten ohne abschminkgels mein gesicht (nach jobs) aber auch einfach abends – ohne großartiges make up – reinigen könnte. die austrocknenden abschminkgels wollte ich weder meiner haut, noch dem abfluss, also unseren gewässern weiter antun. ich meine wozu?  ich kürze ab: sowohl meine beste freundin, als auch mein mann und ich haben das tuch zum reinigen des gesichts entdeckt. es löst ohne reinigungsmilch nur mit lauwarmem wasser das komplette make up – die haut fühlt sich gründlich gereinigt an, kein spannungsgefühl. ginge das auch mit einem waschlappen? ich habe mir an anderer stelle (im haushaltswarengeschäft! :)) sagen lasse, dass ein mikrofasertuch eine bestimmte webart vorweist, dadurch haften partikelchen besser – das kann man sich anscheinend nicht nur beim reinigen des autos, sondern auch beim abschminken des gesichts zu nutze machen. ich habe das ebenfalls mit dem waschlappen probiert – mit make up war das eine ziemliche schmiererei. das mikrofasertuch+ muss natürlich von zeit zu zeit gewaschen werden (in der waschhmaschine OHNE weichspüler! verwende ich aus umweltgründen ohnehin nie). für mich funktioniert es, falls ihr dazu kritik/anregungen habt – sehr gerne!
  7.  zum abschluss noch eine anregung, die cremen riechen sehr neutral, da eben aus überzeugung kein parfum bei der produktion verwendet wird. die hautcreme+ lässt sich aber mit hochwertigen ölen gut mischen.  dazu verwende ich dieses natur-gesichtsöl von ghee sana: hier der link dazu – auch diese produkt hat mich nach langem test mehr als überzeugt, es ist angenehm auf der haut, riecht herrlich und ist sehr sparsam anzuwenden. auch dieses pflegeprodukt kommt ohne duft-, konservierungs- und farbstoffe, ohne parabene, emulgaltoren, stabilisatoren, füllstoffe  und ohne hormone aus. ich bin übrigens über ayurveda lakshmi (ich verwende ihr „ghee“/butterschmalz ja regelmäßig zum kochen) auf dieses biokosmetik-öl darauf gekommen.
  8. alles in allem bekommen die beyers und ihre cremen samt ihrer herangehensweise und direktheit von mir ein: i like! dieser artikel ist keine werbung. so wie es der blog seit jahren garantiert, ist auch dieser eintrag ein wiedergeben meiner persönlichen detox-reise.

ich würde mich sehr freuen, wenn ihr durch den artikel eure suche nach der creme ein wenig abkürzen könnt. man kann die zeit für anderes nutzen 🙂

eure regina

Author: Regina

be real. eat real. act real.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für das super Reinigungstuch! Es fühlt sich toll an, sehr sanft und die Haut ist sehr sauber und null gereizt. Gerade in der Frühlingszeit muss ich Reinigunsmilch / Seife und Reinigungswasser reduzieren, weil viel für meine Haut gleich ZUVIEL ist. Dank diesem Tüchlein, hab ich einiges gespart…im Geldbörsel und für die Natur weniger Reinigungsmittel im Abwasser….auch wenn es sich „nur um Hautreinigungsmittelchen“ handelt!

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