get connected with your food :)

hallo liebe leserInnen,

get connected with your food! ist ein nachhaltiger ansatz, der es punktgenau trifft, was ich mir so den ganzen tag lang denke. ganz automatisch kam mit der intensiveren beschäftigung mit meinem essen: freude, wissen und auch ein anderer zugang dazu. gleich vorweg ein filmtipp für euch – „food chains“ (fair food ) – wurde von eva longoria (desperate housewives) mitproduziert. es geht um amerikanischen landarbeiter und erntehelfer, viele davon sind latinos wie eva longoria, sie leisten eine unglaublich harte arbeit, die schlecht bezahlt ist und nicht sichtbar. das hat massive auswirkungen auf diese menschen, welche? das ist sehr drastisch in dem film zu sehen. ganz klar wird auch aufgezeigt, wie durch das konsumverhalten dieses rad am laufen gehalten wird und was jeder einzelne ändern kann. schaut‘ euch mal den trailer an – außerdem gibt es einen aufruf, den man auch als österreicherIn unterzeichnen kann, um die situation der erntehelfer zu verändern. „penny per pound“ lautet eine der aktionen, die aus dem film heraus entstanden ist. nur ein penny mehr macht einen enormen unterschied aus – viele große konzerne mussten dem druck der bewegung nachgeben und bekommen so ein „fair food“ zertifikat, das sie als teil der aktion für die konsumenten ersichtlich macht. das finde ich sehr gut. und irgendwo muss man beginnen, auch wenn man nicht alles und jeden retten kann – schon klar! das höre ich oft in dem zusammenhang – an alles kann man nicht denken – dann kann man ja gar nichts mehr essen…. solche bemerkungen kommen auch oft von vermeintlich intelligenten menschen… ich werde oft mit fragen konfrontiert, die ich mir nach den ganzen jahren langsamer „umstellung“ gar nicht mehr stelle – weil sich alles verselbstständigt hat und ich eben keine lust mehr habe unreflektiert von großanbietern zu kaufen, bei denen zum beispiel jede salatgurke einzelne foliert ist…das lasse ich konsequent aus. wie und warum mache ich das?

oft werde ich gefragt: so nachhaltig einkaufen, agieren – naja, das kann man nur mit geld machen?! nicht jeder kann auf den bauernmarkt gehen und lustwandeln und dauernd selbst kochen.

ich verstehe das – ich dachte auch einmal so. nun bin ich nicht millionenschwer und zeit habe ich genauso viel/so wenig wie andere – nämlich 24 stunden, sieben mal die woche. am markt – bauernmarkt – einzukaufen ist keine wissenschaft und ist vom zeitaufwand einfacher zu organisieren als supermarktbesuche. markt gibt es nur einmal die woche bei uns – daher muss ich gut planen. das ist keine einschränkung, sondern ein gewinn – denn ich überlege nur mehr einmal ganz genau was ich brauche. kaufe dann alles ein, packe es in den rucksack und basta. früher bin ich oft drei/viermal in der woche zum supermarkt gelaufen. das mit dem markt mache ich jetzt so seit fast zwei jahren und sehe darin nur vorteile. ganz abgesehen davon, dass wir dadaurch zuhause den gemüse und obstanteil (heimisch, regional/saisonal) nochmal enorm angehoben haben, was uns extrem gut tut. ich kann es einfach nur immer wieder empfehlen: markt und bauern in der nähe suchen – finden – einkaufen – kochen und essen. bauernmärkte dieser art gibt es überall – vorallem in der stadt. bauernmärkte sind nicht teuer! fakt :). ich rede nicht von biomärkten oder spezialgeschäften, die sind verhältnismäßig preisintensiver…besonders günstig am bauernmarkt ist regionales/saisonales obst und gemüse. also aktuell zum beispiel kartoffeln, kohlsprossen, kohl, kraut, äpfel, nüsse…

dann werde ich auch oft gefragt: na gut, du weißt aber nicht wie der bauer seine pflanzen, das fleisch, das getreide, die böden spritzt, düngt, füttert, etc.

dann sage ich stimmt, aber ich sehe die bauern am markt, ihre gesichter, ihre ware, ihre art und da verlasse ich mich halt auf meinen instinkt. außerdem habe ich in kärnten, niederösterreich und wien so viele bauern kennengelernt, die mehr als ihre produkte verkaufen – auch eine botschaft und ihre lebenseinstellung. sie wollen ihren job behalten und gehen ja zum großteil als klein- und kleinstbetriebe daher sorgsam mit sich und ihren tieren, feldern, etc. um. oder wie meine großmutter schon immer sagte (sie ist 1920 auf einem bauernhof geboren): „wir waren richtige bio-bauern, sonst hätten wir uns unserer lebens- und arbeitsgrundlage entzogen! wir haben im ureigensten interesse bio hergestellt!“ und genau davon gehe ich bei einem bauern, der sich seit jahren woche für woche auf einen markt nach wien um 6 uhr früh auf den weg macht ganz einfach aus.

wir wissen zuviel, um so weiterzumachen: jeder von uns, kann/muss  etwas tun bei der auswahl seiner lebensmittel. die zeiten in denen man einfach in den supermarkt gegangen ist und ohne nachzudenken eingekauft hat, sind für mich vorbei. wir wissen einfach zu viel über unfaire arbeitsbedingungen, unnötige transportwege, zu viel verpackung, konservierungsstoffe, enormen indirekten wasserverbrauch, bescheuerte werbeversprechen. die auswahl im supermarkt ist eine scheinauswahl, der ich mich nicht mehr aussetze. ich kaufe einmal die woche am markt, beim greißler ums eck und bestelle bei adamah. vorwiegend regional und saisonal. und ich sage es euch wie es ist – ich kaufe vieles (vorallem wenn ich unterwegs bin) nicht und esse dann halt keinen snack oder auch kein mittagessen – weil ich einfach mit meinem konsumverhalten – jeden tag – ein zeichen setzen möchte. ich will wissen woher mein essen konmmt und wen/was ich damit unterstütze und fördere. und da geht es mir wie vielen, vielen anderen – ich lese zum beispiel immer öfter von food coops in ganz europa (vorallem schüler in österreich sind auf den geschmack gekommen ebensolche zu gründen) und bin mit vielen amis vernetzt, die längst aus ihrer pionoierrolle zu einer mainstream bewegung geworden sind. #shoplocal #eatrealfood #wholefood #farmtotable #detox #shopsmall – sind die angesagten schlagworte, hinter denen – aus meiner sicht – etwas gutes steckt. auch der sager: „get connected with your food“ inspiriert mich – also wieder mehr verbundenheit zu zeigen, mit etwas was so essentiell ist für uns. das essen, das wir zu uns nehmen macht uns aus – davon bin ich durch die ganzen recherchen und erfahrungen überzeugt. wie, wann, was und wieviel wir wovon essen – das ist essentiell. und das lässt uns direkt mitgestalten, hat auswirkungen auf die landwirtschaft, unsere umwelt, unser umfeld – auf uns.

get connected with your food!

glg regina – die plastiksackerl am bild habe ich übrigens zum markt mitgenommen und das graffiti hab‘ nicht ich gesprayed :)! nana-food

get_connected_with_your_food

Author: Regina

be real. eat real. act real.

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