füllig – ist nicht gelogen!

danke, dass so viele den letzten beitrag gelesen haben!
and here are the results of the shampoo-test-jury: bitte entschuldigt, dass ich versuche mich so einfach und kurz wie möglich zu halten. ich schaffe momentan wg baby und so weiter nicht noch mehr ins detail zu gehen und sprachlich zu glänzen. kommt wieder 🙂

also.

– mein mann sagt das gebräu (waschnuss, wasser, essig – rezept siehe letzter eintrag) stinkt. per se. am haar dann nicht. findet aber sonst alles ganz toll, was ich so ausprobiere und in unseren detox-alltag integriere. ich gebe ihm zwei wochen, dann wird er um das zeug betteln. (ich sage nur: mein haar ist bombenfest nach der wäsche, zu fest? hm. ich würde sagen für männerhaar ist meine gekochte suppe eventuell echt einen langzeitversuch wert…mehr dazu am ende vom text.)
– meine tochter reisst leidenschaftlich auch an dem mit waschnuss gewaschenem haar. so furchtbar kann es also nach dem „rinse“ nicht riechen. babies sind ja sehr sensibel was gerüche betrifft.

– und ich sage euch: ich liebe es!
allein die tatsache, dass ich

1. das „shampoo“ selbst gemacht habe und
2. diese „suppe“ (siehe bild) ganz ohne künstliche tenside, parfum, konservierungsmittel, sulfate, parabene, silikone, alkohol, auskommt – all das kann u.a. in einem handeslüblichen shampoo drinnen sein.
3. es anscheinend ein tabu ist „shampoo“ in frage zu stellen,

macht mich äußerst zufrieden und lässt mich als detoxerin-am-weg lächeln und weiterhin frohen mutes sein!
warum? es geht mir da darum mit einem einfachen mittel zu zeigen, was wir – na klar, auch ich – alles machen und verwenden/konsumieren/kaufen ohne es wirklich zu brauchen oder noch schlimmer etwas zu kaufen, das überhaupt nix bringt und über die jahrzehnte in summe gesehen nicht nur die umwelt enorm schädigt, sondern auch unsere brieftasche und! unseren look. also „failure“ auf allen ebenen. trotzdem geht es munter weiter. produktion, werbung, konsum.

ich habe gestern mit einem frisör über diese sache geredet, klar der sieht das etwas anders – dennoch habe ich ihn suggestiv… gefragt „meinst du nicht, dass generell alle zu viel mit ihren haaren machen, zu viele produkte verwenden?“ er gab mir recht. das bedeutet nicht, dass ich gegen frisörbesuche bin! im gegenteil. ich bin für professionisten und dafür dass jede/r einen gepflegten haarschnitt oder den besen verdient, den er/sie will! meine erfahrung hat mir (leider an mir selbst und auch an anderen – meine oma ist 94 und hat bombiges haar, sie hat es zbsp.nie! gefärbt) gezeigt, dass auch bei haarpflege (UND ALLEN ANDEREN KOSMETIKPRODUKTEN) weniger oder nichts mehr ist.

ja, auch das komplette weglassen von shampoo würde funktionieren.
„no shampoo“ heisst die bewegung in übersee – googelt das mal bei interesse. und durchaus ernstzunehmende journalisten, autoren, naturschützer etc. haben erfolgreich gezeigt, dass das haarewaschen und shampoo im grunde eine unnötige sache sind.
hier ein link:
http://en.wikipedia.org/wiki/No_poo
ich weiß aus eigener erfahrung das (den inhalt des links) kann man nicht jedem erzählen und ich nehme auch gerne lacher (über mein experiment) in kauf. es beweist nur wie sehr produkte unser leben begleiten, beherrschen und bestimmen. so sehr, dass die vorstellung shampoo selbst ganz einfach herzustellen oder shampoo einfach wegzulassen von vielen als etwas ungewöhnliches angesehen wird. meine mutter und ich waschen uns seit einiger zeit (wie ich ja schon oft geschrieben habe) erfolgreich 😉 die haare immer wieder mit haarwaschseife (von www.vitalundschoen.com)
wir beide haben ziemlich bald damit aufgehört es weiter zu erzählen. ungläubige blicke waren oft noch die charmanteste reaktion…

wenn wer von euch no-shampoo-affin ist, freut mich das.
ich kann euch berichten: die herstellung war simpel. natürlich sollte man sich ein wenig mit der wirkung von essig, natron etc. auseinandersetzen, falls man tatsächlich auch hin und wieder mit selbstgemachtem shampoo experimentieren will. ich muss da noch viel lernen.

4. mein haar hat sich nach dieser spülung mit dem sud gut angefühlt, wenngleich „fester“, daher würde ich diese vorgehensweise eher für männerhaar (das in der regel eher kürzer und unbehandelt ist) empfehlen. trocknen, bürsten ging alles wie üblich. es war einfach mehr volumen und dennoch weit entfernt von seidig-weich-werbung-idylle und ich-bin-es-mir-wert-haar-geschüttel. aber wer will das eigentlich? mir ist es nicht egal was ich meiner kopfhaut, meinem haar, meiner brieftasche und der umwelt regelmäßig antue. ja, das ist ein weites feld und das kann auch zäh sein sachen zu hinterfragen und sich einzugestehen, dass man vieles auch einfach nicht aufgeben will! ich glaube das ist das „schicksal“ unserer konsum- und wegwerfgesellschaft. und genau darin liegt die herausforderung. darum habe ich dieses kleine experiment gemacht. das war durchaus auch unterhaltsam für mich und mein umfeld…

ich bleibe da dran und experimentiere weiter.
vielen lieben dank übrigens für die anregungen via facebook und mail! macht weiter damit – ich freue mich über input 🙂

glg
detox your life regina

post skriptum: das zähneputzen-mit-simplem-natron leg ich mal kurz auf eis, bis ich mehr darüber gelesen habe, ob es tatsächlich stimmt, dass die mundschleimhaut dann anfälliger für bakterien sei…(dazu ein link, der mich ins grübeln gebracht hat, ich halte nichts von weltverschwörung, aber ein paar gedankenansätze darin sind überlegenswert: http://newstopaktuell.wordpress.com/2013/01/11/zahnpasta-zerstorung-und-vergiftung-auf-raten/)

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post post skriptum – immer wieder bekomme ich mails mit der frage nach der haarwaschseife, die ich immer wieder verwende.
die folgende antwort habe ich schon vielen frauen auf ihre frage nach der haarwaschseife geschickt…

wie gesagt bzw. beschrieben im blog – eine kleine umstellung ist das schon. es kann zwei wochen bis zwei monate dauern bis sich das haar umgestellt hat! falls ihr haar vorbehandelt ist (sprich gefärbt/dauergewellt) wird das ergebnis eventuell nicht so wie bei unbehandeltem haar. meine mutter verwendet die haarseife zbsp. immer – außer die ersten drei wochen nach einer frischen farbe…
falls sie auch einen mann in ihrem haushalt haben ;)!?! für männerhaar ist die seife (mit klettenwurzel) meiner erfahrung nach von anfang an ideal…
„damenhaar“ ist auf jedenfall mit der seife anders formbar und hat mehr halt, als durch die verschiedensten künstlichen weichmacher, deren langzeitwirkung wir alle nicht kennen. außerdem sind die seifen sehr ergiebig. für frauen empfehle ich aber eher die buttermilchseife von www.vitalundschoen.com, seifen mit klettenwurzelöl machen das haar eventuell (zu) sehr „füllig“ und/oder steif.

sie können die seife auch in kleine teile aufschneiden: dann gibt man sie einfach in die wäschelade als duftspender und/oder gegen motten! oder verwendet sie zum waschen der handwäsche oder für den körper – ich habe die erfahrung gemacht, dass durch die seifen die körperhaut besser rückfettet – man sich also die körperlotionen sparen bzw. sicher einen großteil er-sparen kann – außerdem stehen dann weniger plastikflaschen im bad herum.

Author: Regina

be real. eat real. act real.

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1 Kommentar

  1. ich lieb den blog von dir. immer so gut tips. yeah 🙂 lovemore und umarmung du tolle frau, mel

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