das türchen bleibt zu…

wahnsinn ist immer dasselbe zu machen und ein anderes ergebnis zu erwarten!

liebe leserInnen,

was soll ich euch sagen – ich habe letzte woche alle lindkugeln (die roten…) aus dem adventkalender meines bonuskindes gegessen. ich korrigiere: gefressen. darauf bin ich nicht über gebühr stolz. ich habe den kalender auch wieder gefüllt. nun ist es auch nicht weiter schlimm hin und wieder mal was in sich hineinzustopfen, runterzudrücken, zu schlucken oder lange an etwas zu kauen…. ich meine das direkt und im übertragenen sinne –  aber es gibt auch andere wege: bless the changes!

hast du auch solche türen, die du öffnest, obwohl dahinter immer nur dasselbe wartet, nämlich sicher nichts neues, ja?

das türchen bleibt zu – yeah! so  klappt das:

 

advent

 

 

1. platz für neues. weiterentwicklung ist erlaubt!

wie fühlt es sich an der ersten lust nicht nachzugeben…. essen, menschen, situationen, konsum, sex…  ich bin immer wieder überrascht wie wenig es nach ein paar minuten innehalten oder einfach zeit verstreichen lassen dazu führt, dass das verlangen weniger wichtig wird. was brauche ich wirklich – was steht hinter einem vermeintlichen bedürfnis, das sofort befriedigt werden will… mir geht nicht um verzicht oder selbstgeiselung: dem bedürfnis nachgeben kann man nach dem innehalten auch, vielleicht sogar noch intensiver  – aber ein paar minuten abwarten und sich mal genau dabei zu beobachten, zu fragen – was erwarte ich mir davon? ohne zu bewerten, einfach dazusitzen – vor der türe quasi, das bringt unglaubliche ein- und aussichten. ja, das ist auch zäh und ich will auch nicht immer daran denken, ABER es ist eben auch eine möglichkeit auf etwas zu reagieren und das ist doch großartig. du bist nicht deine lust, nicht dein bedürfnis – du bist mehr – yeah.

 

2. leichter werden meditation – zentrierungsübungen – atemtechniken

ihr wisst ja, dass ich bei meinen trainings/workshops/retreats meditationen anleite. mir geht es darum zu vermitteln, dass körperliche/geistige weiterentwicklung möglich ist – in jedem moment deines lebens. durch „techniken“ also durch neues kann die achtsamkeit (was brauche ich, was brauche ich nicht) gesteigert werden und so das persönliche wohlbefinden. nicht jedem schmarrn nachuzgeben kann extrem befreiend sein. (memo to myself!). ich war sehr lange der meinung, dass entspannung und heiterer gleichmut (nicht zu verwechseln mit gleichgültigkeit) etwas ist, das man auf seinen lebensweg mitbekommt oder nicht. heute weiß ich, dass zum beispiel meditation dabei helfen kann. zu-,  los- und  sich einzulassen ist für alle da. (hier noch ein paar gedanken dazu…)

 

3. was nährt dich wirklich? 

nährend und erfüllend kann vieles sein, natürlich auch unsere nahrung. wenn ich esse, dann ist es nicht immer hunger (siehe adventkalender mit den lindkugeln…), sondern sehr oft wärme, die ich eigentlich will, oder einen geschmack, der mich an ein gefühl/zustand aus der kindheit erinnert oder ich sehne mich danach völlig voll sein… – gefüllt zu sein, erfüllt zu sein. diese erkenntnis ist auch schmerzhaft, aber es lohnt sich auch hier mal innezuhalten bevor die (kühlschrank/adventkalender)tür aufgeht… es geht nicht darum abzunehmen, irgendeinem ideal zu entsprechen – aber leichter werden indem ich auf mich achte – achtsam bin – was brauche ich, wieviel brauche ich wirklich um „satt“ zu sein um mit mir und anderen bestmöglich im einklang zu sein. und ja „ich“ steht ganz bewusst an erster stelle – vor allen anderen. nicht aus egoismus, sondern aus altruismus – und das kommt so:

zwei ansätze dazu:

1. eine ex-model-kollegin, dreifache mama und psychotherapeutin hat zu mir mal ganz entspannt am boden sitzend gesagt: “ wenn es mama nicht gut geht, dann geht es niemandem in der familie gut…“ ein satz, der sich tief in mir eingegraben hat – ich finde den einfach gut – er entspannt mich und hat so eine tiefe wahrheit ;)! auf sich zu achten, das hat nichts mit ego-trip zu tun.

2. ansatz – hat mir auch geholfen. selbstverantwortung. das habe ich durch meditationen wieder ganz stark erfahren – selbtsverantwortung ist großartig. wir sind alle keine babies mehr, in der vergangenheit zu leben, von der vergangenheit zu reden, immer und immer wieder jemanden (eine mutter, einen vater…) zu suchen – wer hat uns wann warum im stich gelassen udn auch mühsam: warum erinnern wir andere an die vergangenheit – immer und immer wieder? wir haben uns selbst, können neues schaffen und kreieren, muster verändern. selbstverantwortung bedeutet – ich kann selbst auf mich aufpassen, ich bin sebst verantwortlich für das, was ich mir zufüge/zuführe und eben auch anderen –  in form von worten, vibes und ja – auch in form von essen. amen 🙂

und damit sind wir abschließend beim süßen teil meiner gedanken – reduktion, innehalten, achtsamkeit, ja, auch verzicht bringen nach meinen erfahrungen IMMER gewinn und ein mehr an genuss, denn er wird spezieller! das ist eine konstante auf die ich baue und du sollst auch was davon haben: ayurvedischen kuchen!

ayurveda, die tief- und weitgreifende ganzheitliche lehre, bietet sehr ganzheitlich weiterführende ansätze, auch was süßes betrifft –

selbstgemachte süßigkeiten aus ausgewählten zutaten (ayurveda empfiehlt regionale, saisonale lebensmittel, natürlich nicht stark verarbeitet) gelten im ayurveda als liebesgaben – das finde ich schön. also hingabe, weitergabe, genuss… ich habe den folgenden kuchen aus einem buch einer ganz tollen inspirierenden bekannten (sandra hartmann) nachgebacken. dazu habe ich die langjährige erfahrung meines onkels und konditormeisters norbert hinzugezogen. wir haben telefoniert, diskutiert, einander per post den kuchen (immer einen neuen) geschickt – jetzt möchte ich es euch weitergeben – das rezept! nana-livy liebt den kuchen – er ist auch unser geburtstagskuchen für alle familienmitglieder geworden (siehe fotokollage). übrigens der ayurveda empfiehlt süßigkeiten (ja, leider in kleinen mengen) vor (!) der hauptmahlzeit zu essen – probiert es mal aus. uns tut das verdauungtechnisch sehr gut… vielen dank an dieser stelle auch dem ayurveda resort parkschlösschen in deutschland, wo ich immer viel neuen input zu ayurveda, los- und zulassen bekomme….

ich schicke euch gglg – und hey, denkt an mich, wenn ihr das türchen mal zulässt und schenkt mir ein „like“ ganz unten, wenn euch der post gefallen hat.

eure regina

 

kakao-mandel-torte ++ verfeinert von norbert claus und mir für euch

 

1 reife (!) banane zerquetscht (fair trade, eh klar)

3/4 tasse rohrzucker

3 esslöffel (el) kakao (oder caeob den schätze ich aber nicht)

1/3 tasse biobutter, geschmolzen

2 tassen mehl (1 tasse vollkorn (dinkel), 1 tasse weizen (beides aus dem bioladen/österreichische herkunft)

1 tasse biomilch

1 biozitrone ausgepresst

7 gramm (g) weinstein-backpulver (bioladen, gibt es aber auch in gängigen supermärkten)

50 g mandeln, gehackt

1 teelöffel (tl) zimtpulver (ich verwende das von sonnentor)

3 el marillenmarmelade (wenn geht homemade)

1 packung vanillezucker

1 tl sojamehl od. 1 el sojasahne (da verwende ich lieber kokosmilch, also den cremigen teil oder es geht auch schlagobers…)

+++

guss – 100 gr kochschokolade (ich habe manner oder alnatura verwendet, da suche ich aber noch weiter…), 1 tl butter, 50 ml milch, 1 el rohrohrzucker

 

zubereitung

zucker, milch, zitronensaft, vanille, butter, zimt, kakao und sojamehl (od. alternativen siehe oben) gut verrühren, bis sich der zucker aufgelöst hat. es ist etwas eigenartig die milch mit der zitrone zu mischen… no worries – es funktioniert!

die reife banane zerquetschen und dazugeben, die banane muss ganz reif sein fürs binden und die zusätzliche süße… mehl und weinsteinpulver dazugeben und verrühren, bis eine homogene masse entsteht. zum schluss die mandeln unterrühren. die eher flache backform (tortenbodenform, dann schmeckt er am besten) mit butter bestreichen und mehl bestäuben. die masse hineingeben, gleichmäßig verteilen und bei 220 grad 12 min backen, dann bei 180 grad 30-35 min backen.

marmelade mit 4 el wasser verdünnen, aufkochen lassen. auf den kuchen gießen (auf den heißen oder ausgekühlten). in einem topf kochschokolade, butter, rohrohrzucker und milch aufwärmen – also das geht in einem töpfchen, oder alles in ein gefäß in ein heißes wasserbad am herd stellen…. langsam die hitzebeständige! form erhitzen. ich hab das mal in einem glas gemacht und das ist das zerbrochen…. die masse mit schneebesen/löffel glattrühren und auf den kuchen gleichmäßig gießen – am besten mit einer spatel am kuchen verteilen. wer mag kokosflocken drüberstreuen – enjoy!

 

 

 

 

 

Author: Regina

be real. eat real. act real.

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2 Kommentare

  1. Liebe Regina,

    Wunderbar ist wieder dein Posting… Und wie wahr…Ab und zu ist es vollkommen ok auch mal etwas über die Strenge zu schlagen.

    Ich habe heuer zb gar keinen Kalender mit den Verlockungen hinter den Türchen.

    Und er fehlt mir gar nicht… Ich sammel da meine Gedanken einfach indem ich nach einer arbeitsreichen Zeit ruhig auf der Couch ein Buch, meine Kerzen und Meditationsdüfte in der Wohnung wahr nehme. In der Ruhe liegt die Kraft das hast du mir geschrieben und ja es stimmt. In sich gehen den Fokus auf die Ruhe zu legen hilft sehr.

    In diesem Sinne liebe Regina NAMASTE

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    • vielen dank für deine zeilen. ja, ich habe für unsere tochter auch extra nur einen kalender mit türchen und bildern… die größeren wollen natürlich schokolade und dinge… aber wollen sie das wirklich? wollen wir das wirklich? ich finde genuss und intensität großartig. exuberance ist das englische wort, das ich so passend finde – überschwang – auch das lebe ich. innehalten, hinhören, abwarten, warten allerdings mittlerweile auch. yeah. alles liebe regina STAY FLY!

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